Vorwort zur 24. Auflage
Vor genau fünfzig Jahren erschien die erste Auflage dieses Lehrbuchs. Seither haben zahllose Studentengenerationen nach „dem Wöhe“ Betriebswirtschaftslehre studiert. Dank ständiger Überarbeitung sind die Studierenden von damals dem Buch treu geblieben: Dozenten dient es als Lehrgrundlage, Praktikern als Nachschlagewerk.
Die Grundkonzeption dieses Buches mit seiner Einteilung in sechs Hauptabschnitte ist gleich geblieben. Auch an der Zielsetzung des Buches hat sich nichts geändert: Studierende der Wirtschaftswissenschaften sollen in leicht verständlicher Form mit den Grundlagen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre vertraut gemacht werden.
Während der zurückliegenden fünfzig Lehrbuchjahre hat sich aber auch vieles verändert: Der Stoffumfang unseres Faches ist deutlich größer geworden (die erste Auflage umfasste nur 358 Seiten) und die Stoffinhalte haben sich gravierend gewandelt. Die Bewältigung des umfangreicheren Lehrstoffs stellt an die Studierenden von heute ungleich höhere Anforderungen als früher: Einen Teil des gestiegenen Lern- und Leistungsdrucks geben sie an die Lehrenden weiter: Nicht nur im Hörsaal, auch im Lehrbuch erwarten die Studierenden von heute eine einprägsame visuelle Aufbereitung der wesentlichen Lehrinhalte. Über 800 Abbildungen und Übersichten geben einen schnellen Überblick über die wichtigsten fachlichen Zusammenhänge. Sie können als Lehrmaterial von Dozenten unter www.vahlen.de abgerufen werden.
Die Schwerpunkte der Überarbeitung im Rahmen der 24. Auflage orientieren sich an der aktuellen Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen: Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise ist ein klarer Beleg für die enge internationale Verflechtung der Realwirtschaft und der Kapitalmärkte. Vor diesem Hintergrund erscheint das Kapitel über die Konzernrechnungslegung in einer neuen, erweiterten Textfassung.
Mit dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hat der deutsche Gesetzgeber nicht nur eine Vereinfachung des Jahresabschlusses, sondern auch eine Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards erreichen wollen: Der Grundsatz periodengerechter Gewinnermittlung rückt stärker in den Vordergrund. Hieraus ergab sich die Notwendigkeit, das mehr als 200 Seiten umfassende Kapitel zum Jahresabschluss vollständig zu überarbeiten. Ein solches Stoffpensum wirkt erfahrungsgemäß eher abschreckend. Deshalb gibt es für Studierende, die ihren späteren beruflichen Schwerpunkt jenseits des Rechnungswesens sehen, einen „Jahresabschluss light“. Im Kapitel „Grundlagen des Jahresabschlusses“ (ca. 25 Seiten) können sie sich einen leicht verständlichen Überblick über die Aufgaben und Einzelbestandteile des Jahresabschlusses verschaffen.
Die fatalen Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise führten zu einer lebhaften Diskussion über die Vereinbarkeit von Markt und Moral, von Wirtschaft und Ethik. Das dabei anzusprechende Spannungsverhältnis zwischen Marktmechanismus, staatlichem Ordnungsrahmen und Betriebswirtschaftslehre wird in einem neuen, einführenden Kapitel zum wissenschaftlichen Standort der Betriebswirtschaftslehre abgehandelt.
Auch bei der Vorbereitung der 24. Auflage haben mich viele Helfer mit großem Engagement unterstützt. Den wissenschaftlichen Mitarbeitern, Herrn Dipl.-Kfm. Andreas Kadner, Herrn Dipl.-Kfm. Oliver Obermann (StB) und Frau Dipl.-Kffr. Christina Sandin, danke ich für die kritische Durchsicht meiner Manuskripte. Meinen beiden Sekretärinnen, Frau Violetta Graf und Frau Antje Jesswein, gilt mein Dank für ihre unendliche Geduld bei der Vorbereitung einer Druckvorlage. Danken will ich auch den studentischen Hilfskräften, Frau Kristina Blömer, Frau Ines Dörsing, Herrn Martin Fleth, Frau Uta Hansen, Frau Imke Möller, Frau Stephanie Müller-Bloch, Frau Franziska Schmidt und Herrn Sören Wegner, für das Korrekturlesen der Druckvorlage und für ihre Mitarbeit bei der Erstellung des Stichwortverzeichnisses. Dem Lektor des Verlages, Herrn Dipl.-Vw. Hermann Schenk, danke ich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die große Hilfsbereitschaft, die er dem ratsuchenden Autor in zahllosen Telefonaten immer wieder entgegengebracht hat.
Lüneburg, im Juni 2010
Ulrich Döring
Vorwort zur 23. Auflage
Die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen hat im Lehrbetrieb aller Hochschulen tiefe Spuren hinterlassen. Ein Großteil der Studierenden wechselt schon nach sechs Semestern von der Hochschule ins Berufsleben. Die deutliche Verkürzung der Studienzeit setzt die Lernenden unter erheblichen Leistungsdruck. Die 23. Auflage dieses Lehrbuchs reagiert auf die veränderten Studienbedingungen mit verringertem Stoffumfang und vereinfachter Stoffpräsentation.
Die Überarbeitung des Lehrbuchinhalts verfolgt das Ziel, berufspraktische Aspekte der Betriebswirtschaftslehre stärker in den Vordergrund zu rücken, ohne den Anspruch eines theoriegeleiteten Studiums aufzugeben. In diesem Sinne wurden die Ausführungen zur Produktions- und Kostentheorie sowie zur Bilanztheorie gekürzt, während das neu verfasste Kapitel „Kostenrechnung“ deutlich erweitert wurde. In vollständig neuer, vereinfachter Textfassung erscheinen auch die Kapitel „Wahl der Rechtsform“, „Wechsel der Rechtsform“, „Liquidation und Insolvenz“, „Finanzmathematische Grundlagen der Investitionsrechnung“, „Quellen der Außenfinanzierung“ sowie „Kapitalerhöhung, Kapitalherabsetzung und Sanierung“. Die jüngsten Turbulenzen an den internationalen Kapitalmärkten gaben zudem Anlass, komplexe Finanzierungsinstrumente wie Private Equity, Hedgefonds und Asset Backed Securities in kurzer, leicht verständlicher Form vorzustellen.
Die visualisierte Form der Wissensvermittlung drängt die herkömmliche „Vorlesung“ immer weiter in den Hintergrund. Das neue Layout dieses Lehrbuchs trägt den veränderten Lehrmethoden Rechnung: Mehr als 750 Abbildungen und Schaubilder sollen den Lesern einen schnellen, einprägsamen Überblick über den Lehrstoff verschaffen. Interessierte Lehrende haben die Möglichkeit, zur eigenen Lehrunterstützung das Kompendium dieser Abbildungen in digitalisierter Form unter vahlen.de beim Verlag abzurufen.
Im Dezember 2007 verstarb mein akademischer Lehrer Günter Wöhe, der dieses Lehrbuch vor nahezu einem halben Jahrhundert auf den Weg gebracht und zu einem beispiellosen Erfolg geführt hat. Unsere langjährige Zusammenarbeit in Koautorenschaft an diesem Buch macht es mir leichter, den „Wöhe“ ganz im Sinne seines Urhebers fortzuführen.
Einer Vielzahl von Helfern schulde ich großen Dank für die tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung der Neuauflage. Den wissenschaftlichen Mitarbeitern, Herrn Dipl.-Kfm. Andreas Kadner, Herrn Dipl.-Kfm. Oliver Obermann (StB) und Frau Dipl.- Kffr. Christina Sandin, danke ich für die kritische Durchsicht meines Manuskripts. Für die umfangreichen Arbeiten zur Herstellung einer Druckvorlage in neuem Textformat danke ich meinen beiden Sekretärinnen, Frau Violetta Graf und Frau Antje Jesswein, sowie den studentischen Hilfskräften Frau Kristina Drünkler, Frau Susanne Flohm, Herrn Max-Andre Gabrian, Frau Stefanie Hilker, Herrn Thomas Mühlnickel, Herrn David Otto, Frau Antje Träger und Herrn Friedrich Waltemath. Den Lektoren des Verlages, Herrn Dipl.-Vw. Dieter Sobotka und Herrn Dipl.-Vw. Hermann Schenk, bin ich für die altbewährte Zusammenarbeit erneut zu Dank verpflichtet.
Lüneburg, im Januar 2008
Ulrich Döring
Vorwort zur ersten Auflage
Das vorliegende Buch soll – wie der Titel zum Ausdruck bringt – in die Probleme der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre einführen. Es setzt – außer der Beherrschung der Technik der doppelten Buchführung – keinerlei betriebswirtschaftliche Kenntnisse voraus und ist folglich in erster Linie für Studierende der Wirtschaftswissenschaften gedacht, die sich in den ersten Semestern befinden und die sich vor einem tieferen Eindringen in Spezialprobleme einen Überblick über die Grundfragen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre verschaffen wollen. Aus dieser Zielsetzung des Buches heraus erklärt sich auch die besonders intensive Behandlung der für den Anfänger überaus wichtigen Probleme des Rechnungswesens.
Meiner Ansicht nach würde es dem Wesen und Zweck einer Einführung in eine Wissenschaft widersprechen, wenn man auch solche Problemkreise behandelt, die noch nicht gelöst sind oder über deren Lösung es konträre Ansichten gibt, von denen noch keine bewiesen werden konnte. Ich habe mich deshalb bemüht, in erster Linie den Stoff zu behandeln, der erkenntnismäßig als gesichert gelten kann – wenn natürlich auch dieser und jener Hinweis auf offene Fragen nicht unterbleiben konnte und durfte, damit der Leser zum kritischen Nachdenken angeregt wird und nicht etwa den falschen Eindruck bekommt, daß die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre eine Wissenschaft sei, in der alle Probleme bereits gelöst sind.
Das gesamte Stoffgebiet habe ich in sechs Abschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt beschäftigt sich zunächst mit dem Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre sowie mit der Gliederung der Betriebe und der Betriebswirtschaftslehre. Die sich anschließenden Ausführungen über die Methoden der Betriebswirtschaftslehre gehören zwar vom Standpunkt der Systematik zu diesem Abschnitt, können aber vom Anfänger ohne Nachteil für das Verständnis der folgenden Abschnitte übersprungen und zum Schluß gelesen werden, da sie demjenigen, der in der wissenschaftlichen Methodenlehre nicht zu Hause ist, zweifellos nach Erarbeitung der wichtigsten Sachprobleme der Betriebswirtschaftslehre verständlicher werden. Es erschien mir aber dennoch nicht zweckmäßig, diese Ausführungen an den Schluß des Buches zu stellen, da das eine Trennung der logisch zusammenhängenden Fragen des Erkenntnisobjekts und der Methoden der Betriebswirtschaftslehre bedeutet hätte.
Der zweite Abschnitt ist dem Aufbau des Betriebes gewidmet und behandelt die Faktoren, die die Voraussetzungen für die Entstehung eines Betriebes bilden. Dazu gehören erstens die Produktionsfaktoren (Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe), die im Betrieb kombiniert werden. Zweitens bedarf der Betrieb im Verkehr mit anderen Wirtschaftseinheiten eines „rechtlichen Gewandes“; folglich werden die Rechtsformen der Betriebe besprochen. Drittens braucht der Betrieb einen bestimmten Standort, mit dessen Auswahl eine Vielzahl wirtschaftlicher Probleme verbunden ist.
Der dritte bis fünfte Abschnitt beschäftigt sich mit den drei betrieblichen Hauptfunktionen: Der Produktion (Leistungserstellung), dem Absatz (Lei stungs verwertung) sowie der Finanzierung und Investition. Der sechste und letzte Abschnitt ist schließlich den Fragen des Rechnungswesens gewidmet.
Saarbrücken, im März 1960
Günter Wöhe
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Unternehmensführung
Dieses Lehrbuch stellt Ihnen das gesamte Spektrum der modernen Unternehmensführung in verständlicher und praxisorientierter Form vor. Es umfasst die Funktionen Personalmanagement, Planung und Kontrolle sowie Organisation auf allen Führungsebenen des Unternehmens. Mit zahlreichen Abbildungen, Merksätzen und Anwendungsbeispielen sowie Leitfragen und Management Summaries wird das Lehrbuch höchsten didaktischen Ansprüchen gerecht.
Praxis der Unternehmensführung
Dieses Buch enthält eine Vielzahl an Fallstudien mit Musterlösungen sowie eine Reihe von Firmenbeispielen zu aktuellen Fragestellungen der Unternehmensführung. Der Leser erhält unter anderem fundierte Einblicke in die Themenfelder Shareholder Value Management, Projektmanagement, strategische Unternehmensführung, Personalmanagement, Change Management, normative Unternehmensführung, Prozessmanagement, Benchmarking, ethische Unternehmensführung, Risikomanagement, Budgetierung, internationales Management und Informationsmanagement.





