Das Wöhe Portal - Montag, 25. September 2017
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Vorwort zur 26. Auflage

Vor mehr als fünfzig Jahren erschien die erste Auflage dieses Lehrbuchs. Seither haben zahllose Studentengenerationen nach dem „Wöhe“ Betriebswirtschaftslehre studiert. Dank ständiger Überarbeitungen blieb der „Wöhe“ auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Didaktik und etablierte sich als das führende Standardlehrbuch der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre.

Studienanfängern kommt das Wöhe-Lehrbuch entgegen, indem es

  • keine betriebswirtschaftlichen Vorkenntnisse voraussetzt (Ausnahme: Technik der Doppelten Buchführung)
  • komplizierte Zusammenhänge in einfacher Sprache erklärt
  • betriebswirtschaftliche Theorie mit kleinen praktischen Beispielen veranschaulicht
  • betriebswirtschaftliches Denken aus dem ökonomischen Prinzip ableitet, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Lehrbuchtext zieht.

Um Ihnen als Studienanfängern den Einstieg in das große Stoffpensum der Betriebswirtschaftslehre zu erleichtern, geben wir Ihnen ein paar praktische Hinweise zur Benutzung des Lehrbuchs:

  • Als Leser sollten Sie mit dem Kapitel „Grundlagen“, S. 24–46, beginnen, das einen knappen Überblick über betriebswirtschaftliche Grundzusammenhänge liefert.
  • Merksätze und Schlüsselbegriffe des betriebswirtschaftlichen Vokabulars werden im Buchtext durch farbige Unterlegung einprägsam hervorgehoben.
  • Das Stichwortverzeichnis und das Literaturverzeichnis am Ende des Buchs können Sie zur Klärung von Begriffen bzw. zum Einstieg in die weiterführende Literatur nutzen.
  • In nahezu 800 mehrfarbigen Abbildungen und Übersichten werden komplizierte fachliche Zusammenhänge leicht verständlich dargestellt.
  • Hinweise im Lehrbuchtext führen Sie zu den Aufgaben des korrespondierenden Übungsbuchs. Der Passus ÜB 1/4–6 im Lehrbuch verweist beispielsweise auf die Aufgaben 4 bis 6 im 1. Abschnitt des Übungsbuchs.

Parallel zum Lehrbuch erscheint in 15. Auflage das Wöhe-Übungsbuch. Dieses enthält rund

  • 500 klausurerprobte Übungsaufgaben mit Musterlösungen
  • 300 Multiple-Choice-Aufgaben mit dazugehörigen Lösungen
  • 600 Wiederholungsfragen mit dazugehörigen Seitenverweisen auf das Lehrbuch.

Weitere Informationen zum Lehr- und Übungsbuch finden sich im Wöhe-Portal:

www.woehe-portal.de

Hier stehen z. B. Multiple-Choice-Aufgaben in elektronischer Form zur Verfügung. Außerdem kann als kostenlose Zugabe die App „BWLtrainer“ heruntergeladen werden, mit der Lerninhalte aus dem „Wöhe“ spielerisch trainiert werden können.

Zur Vorbereitung ihrer Lehrveranstaltungen können Dozenten im Bedarfsfall umfangreiches Präsentationsmaterial abrufen unter:

www.vahlen.de/*2525

Neuerungen in der aktuellen Auflage

Mit der 26. Auflage wird der Übergang in die nächste Autorengeneration langfristig in die Wege geleitet: Von jetzt an sind zwei Verfasser für das Wöhe-Lehrbuch verantwortlich. Beide Autoren halten am bewährten „Wöhe-Prinzip“ fest: Schwierige betriebswirtschaftliche Zusammenhänge muss man mit einfachen Worten erklären.

Auch in sachlicher Hinsicht gibt es wichtige Neuerungen, denn ein Lehrbuch zur Betriebswirtschaftslehre, einer angewandten Wissenschaft, bleibt nur aktuell, wenn es sich mit den fortwährenden Änderungen der Unternehmenspraxis auseinandersetzt.

So haben wir den Lehrbuchtext um jeweils ein Kapitel zum „Risikomanagement“ und zu „Industrie 4.0“ erweitert. Auch hierbei wurden die Vereinfachungsanforderungen einer Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre berücksichtigt: Der neue Text beschränkt sich auf die Erläuterung betriebswirtschaftlicher Grundzusammenhänge und verzichtet bewusst auf eine weiterführende Erklärung statistischer bzw. informationstechnologischer Anwendungsvoraussetzungen.

Ein Hochlohnland wie Deutschland kann im internationalen Wettbewerb nur bestehen, wenn im Wege der Rationalisierung einfache Tätigkeiten von Menschen auf automatisierte Fertigungssysteme übertragen werden. Dadurch kommt es zu einer Spaltung des Arbeitsmarktes: Hochqualifizierte Arbeitskräfte sind knapp, geringqualifizierte Arbeitnehmer sind nur begrenzt einsatzfähig und haben entsprechend geringe Beschäftigungschancen. Das Personalmanagement steht somit folgenden Herausforderungen gegenüber: Einerseits muss es die Kluft zwischen wachsenden betrieblichen Qualifikationsanforderungen und tatsächlich vorhandener Mitarbeiterqualifikation überwinden. Andererseits muss die Einschränkung der Handlungsspielräume durch weitere regulatorische Eingriffe wie den gesetzlichen Mindestlohn oder die Einschränkung der Leiharbeit bewältigt werden. Mit der textlichen Neufassung des Kapitels „Personalwirtschaft“ tragen wir dieser Entwicklung Rechnung.

Wir danken allen, die zum Erscheinen der 26. Auflage beigetragen haben. Für die kritische Durchsicht des Manuskripts gilt unser Dank vor allem Frau Dipl.-Wirt.-jur. Katharina Dillkötter, Herrn Dipl.-Kfm. Christoph Freichel (WP, StB), Herrn Dipl.-Ök. Tobias Rühlmann, M. A., Frau Clarissa Schott, B. Sc., Herrn Dipl.-Kfm. Patrick Thielmann, M. B. A., LL. M., M. Sc., und Herrn Ass. iur., Dipl.-Kfm. Jörg Wasmuth, LL. M. Frau Violetta Graf danken wir dafür, dass sie mit großer Geduld Teile der Druckvorlage erstellt hat. Schließlich gilt unser besonderer Dank dem Lektor des Verlags Franz Vahlen, Herrn Dipl.-Vw. Hermann Schenk, der uns in altbewährter Zusammenarbeit hilfreich zur Seite stand.

Als Verfasser sind wir bestrebt, den Kontakt zu Studierenden sowie Kolleginnen und Kollegen weiter zu intensivieren. Nutzen Sie zur Kontaktaufnahme:

autoren (at) woehe-portal.de

Lüneburg und Hagen, im Juni 2016

Ulrich Döring

Gerrit Brösel

Vorwort zur ersten Auflage

Das vorliegende Buch soll – wie der Titel zum Ausdruck bringt – in die Probleme der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre einführen. Es setzt – außer der Beherrschung der Technik der doppelten Buchführung – keinerlei betriebswirtschaftliche Kenntnisse voraus und ist folglich in erster Linie für Studierende der Wirtschaftswissenschaften gedacht, die sich in den ersten Semestern befinden und die sich vor einem tieferen Eindringen in Spezialprobleme einen Überblick über die Grundfragen der Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre verschaffen wollen. Aus dieser Zielsetzung des Buches heraus erklärt sich auch die besonders intensive Behandlung der für den Anfänger überaus wichtigen Probleme des Rechnungswesens.

Meiner Ansicht nach würde es dem Wesen und Zweck einer Einführung in eine Wissenschaft widersprechen, wenn man auch solche Problemkreise behandelt, die noch nicht gelöst sind oder über deren Lösung es konträre Ansichten gibt, von denen noch keine bewiesen werden konnte. Ich habe mich deshalb bemüht, in erster Linie den Stoff zu behandeln, der erkenntnismäßig als gesichert gelten kann – wenn natürlich auch dieser und jener Hinweis auf offene Fragen nicht unterbleiben konnte und durfte, damit der Leser zum kritischen Nachdenken angeregt wird und nicht etwa den falschen Eindruck bekommt, daß die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre eine Wissenschaft sei, in der alle Probleme bereits gelöst sind.

Das gesamte Stoffgebiet habe ich in sechs Abschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt beschäftigt sich zunächst mit dem Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre sowie mit der Gliederung der Betriebe und der Betriebswirtschaftslehre. Die sich anschließenden Ausführungen über die Methoden der Betriebswirtschaftslehre gehören zwar vom Standpunkt der Systematik zu diesem Abschnitt, können aber vom Anfänger ohne Nachteil für das Verständnis der folgenden Abschnitte übersprungen und zum Schluß gelesen werden, da sie demjenigen, der in der wissenschaftlichen Methodenlehre nicht zu Hause ist, zweifellos nach Erarbeitung der wichtigsten Sachprobleme der Betriebswirtschaftslehre verständlicher werden. Es erschien mir aber dennoch nicht zweckmäßig, diese Ausführungen an den Schluß des Buches zu stellen, da das eine Trennung der logisch zusammenhängenden Fragen des Erkenntnisobjekts und der Methoden der Betriebswirtschaftslehre bedeutet hätte.

Der zweite Abschnitt ist dem Aufbau des Betriebes gewidmet und behandelt die Faktoren, die die Voraussetzungen für die Entstehung eines Betriebes bilden. Dazu gehören erstens die Produktionsfaktoren (Arbeit, Betriebsmittel und Werkstoffe), die im Betrieb kombiniert werden. Zweitens bedarf der Betrieb im Verkehr mit anderen Wirtschaftseinheiten eines „rechtlichen Gewandes“; folglich werden die Rechtsformen der Betriebe besprochen. Drittens braucht der Betrieb einen bestimmten Standort, mit dessen Auswahl eine Vielzahl wirtschaftlicher Probleme verbunden ist.

Der dritte bis fünfte Abschnitt beschäftigt sich mit den drei betrieblichen Hauptfunktionen: Der Produktion (Leistungserstellung), dem Absatz (Lei stungs verwertung) sowie der Finanzierung und Investition. Der sechste und letzte Abschnitt ist schließlich den Fragen des Rechnungswesens gewidmet.

Saarbrücken, im März 1960
Günter Wöhe

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Mathematik für Ökonomen

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